Spritzverzinken

Beim Spritzverzinken wird ein Zinkdraht durch einen Lichtbogen aufgeschmolzen und durch Druckluft zerstäubt auf das Werkstück aufgebracht. Das noch flüssige Zink bildet auf dem durch Sandstrahlen vorbehandelten Werkstück eine poröse Schicht, die ähnlich gute Korrosionsschutzeigenschaften aufweist wie die durch Feuerverzinken erzeugte. Diese Schicht ist durch die große innere Oberfläche sehr saugfähig. Bei einer anschließenden Lackierung sind daher ungewöhnlich große Mengen Grundierung oder Füller notwendig.

Vorteile des Verfahrens im Vergleich zum Feuerverzinken sind, dass die thermische Belastung des Werkstückes sehr gering ist und auch bei großen Flächen ein Verzug ausgeschlossen werden kann. Nachteilig ist, dass Hohlräume oder schwer zugängliche Stellen (Behälter-Innenräume, Falze etc.) nicht erreicht werden können. Zudem bedarf die spritzverzinkte Oberfläche einer Versiegelung durch anschließende Industrielackierung, um eine beständige Oberfläche zu erzielen.

Dieses Verfahren ist besonders geeignet für:

  • Blech- und Gehäuseteile

  • Teile, bei denen eine thermische Verzinkung wegen Gefahr des Bauteilverzuges nicht infrage kommt

  • Sperrige Bauteile, die auf Grund Ihrer Abmessungen nicht im Zinkbad verzinkt werden können

  • Fahrzeugrahmen

 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Verzinken#Spritzverzinken